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FAQs

Wie werde ich Waldmensch?

Als Waldmenschen bezeichnen wir die Mitglieder unserer Waldmenschen Genossenschaft. Die Mitgliedschaft erfolgt durch den Erwerb eines oder mehrerer Genossenschaftsanteile. Diese werden in unserer Satzung auch als Geschäftsanteile bezeichnet.

 

Was kostet ein Genossenschaftsanteil?

Ein Genossenschaftsanteil (“Geschäftsanteil”) kostet 1.200€.

 

Kann ich Mitglied der Genossenschaft werden, ohne Anteile zu zeichnen oder, umgekehrt, Anteile zeichnen, ohne Mitglied zu werden?

Nein. Die Mitgliedschaft entsteht durch das Zeichnen von mindestens einem Anteil.

 

Wie viele Anteile kann ich zeichnen?

Es gibt grundsätzlich keine Begrenzung nach oben.

(Wir rechnen mit dem Verkauf von 20.000 Anteilen bis 2022, sei es über eine sehr große Anzahl von Mitgliedern, sei es über sehr kapitalstarke Mitglieder oder, so unsere Präferenz, eine Kombination aus beidem.)

 

Wie funktioniert der Kauf von Genossenschaftsanteilen?

Auf unserer Seite “Mitmachen!” findest du das Formular für das Zeichnen von Anteilen. Am einfachsten ist es, wenn du es online ausfüllst, ausdruckst und unterschrieben an uns per Post zurückschickst. Ein Scan reicht aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht aus. Du bekommst von uns per email Bescheid, sobald der Antrag bearbeitet wurde. Beim Ausfüllen des Formulars musst du bestätigen, dass dir unsere Genossenschaftssatzung bekannt ist. Diese haben wir gut sichtbar als PDF Download auf der “Mimachen!” Seite platziert.

 

Können sich nur Privatpersonen beteiligen?

Nein. Eine Beteiligung an der Waldmenschen Genossenschaft ist gleichermaßen auch für juristische Personen möglich, etwa für Unternehmen (z.B. als CSR-Projekt) oder für Vereine oder Stiftungen.

 

Ich bin nicht in Deutschland gemeldet. Kann ich dennoch Waldmensch werden?

Ja. Die Mitgliedschaft ist nicht an einen deutschen Pass oder Wohnort gebunden.

 

Kann eine Mitgliedschaft bei den Waldmenschen auch abgelehnt werden?

Theoretisch ja. Das Genossenschaftsgesetz hat geregelt, dass der Vorstand jedem einzelnen Mitgliedsantrag zustimmen muss, bevor Anteile gezeichnet werden können. Damit kann z.B. verhindert werden, dass bestimmte extremistische Gruppen versuchen, die Genossenschaft zu unterwandern.

 

Ich möchte einen Anteil für mein (Paten-)Kind kaufen. Ist das möglich?

Ja. Wir haben ein eigenes Formular für den Kauf von Anteilen für Minderjährige auf unserer Seite. Hier müssen aus rechtlichen Gründen beide Elternteile unterschreiben. Die Zahlung kann durch dich erfolgen, auch wenn du nicht mit mit dem (Paten-)Kind verwandt bist.

 

Wie bezahle ich den Genossenschaftsanteil?

Du kannst den Betrag überweisen oder ein SEPA Lastschriftmandat erteilen. Falls du das Modell monatlicher Ratenzahlungen gewählt hast, ist der SEPA Lastschrifteinzug Standard.

 

Was hat es mit dem Ratenzahlungsmodell auf sich?

Wir möchten möglichst vielen Menschen ermöglichen, Teil der Waldmenschen Bewegung zu werden. Wir bieten daher an, Anteile in monatlichen Raten von 25, 50 oder 100 Euro zu bezahlen. Es handelt sich rechtlich nach wie vor um den Kauf eines Anteiles, fühlt sich aber wie eine Club-Mitgliedschaft an. Und natürlich hoffen wir, dass du nach dem Ende der letzten Rate eine weitere zeichnest.

 

Muss ich die Ratenzahlung kündigen, wenn ich keine weiteren Anteile zeichnen möchte?

Nein. Wir ziehen immer nur die Raten für den Erwerb eines einzelnen Anteils ein. Eine Kündigung ist nicht notwendig. Wir werden jedoch vor Ablauf der letzten Rate bei dir nachfassen, ob du einen weiteren Anteil zeichnen möchtest. Dies bedarf dann jedoch einer schriftlichen Bestätigung über das Formular “Nachkauf von Anteilen”.

 

Gibt es weitere Kosten oder Gebühren?

Ja. Die Waldmenschen eG erhebt künftig eine einmalige Aufnahmegebühr für Mitglieder in Höhe von 125€ sowie ein Eintrittsgeld in Höhe von 25€ pro gezeichnetem Anteil.

 

Warum werden künftig eine Aufnahmegebühr erhoben?

Die Aufnahmegebühr dient der Deckung unserer Allgemeinkosten (Mitglieder-Verwaltung, Finanzcontrolling, Projektmanagement, Mitgliedergewinnung, Marketing & Kommunikation / Kampagnen, Buchhaltung & Jahresabschlüsse ). Zugleich schafft sie einen Fairness-Ausgleich, dass Mitglieder, die viele Anteile zeichnen, sich prozentual nicht im gleichen Umfange an den Mitglieder-Werbekosten oder unseren Kampagnen beteiligen wie Mitglieder mit einem Anteil.

 

Ist das Eintrittsgeld das gleiche wie die Aufnahmegebühr?

Nein. Beim Eintrittsgeld handelt es sich um einen Preisaufschlag, der – in unserem Fall – die jährliche Wertsteigerung der Wälder abbildet. Der auf 1.200€ festgesetzte Preis eines Anteils würde man bei Aktiengesellschaften als Stammkapital bzw. Nennwert bezeichnen, das Eintrittsgeld als Disagio, also den Preisaufschlag auf den Nennwert der Aktie.

 

Sind die Aufnahmegebühr und die Eintrittsgelder für mich als Mitglied nachteilig?

Nein. Sie sind weitestgehend kostenneutral. Sie machen die Genossenschaftsanteile um genau diesen Betrag wertvoller, wenn sie an Dritte verkauft werden. Wir haben in unserer Geschäftsordnung geregelt, dass derjenige, der einen Anteil von einem Mitglied der Genossenschaft erwirbt, weder Aufnahmegebühr noch Eintrittsgelder neu entrichten muss; die Kostenbestandteile sind also vollumfänglich eingepreist.

 

Ab wann wird eine Aufnahmegebühr erhoben?

Wir starten damit, sobald wir das 101.te Mitglied gewonnen haben. Die ersten 100 Mitglieder, unsere “Waldmeister”, sind hiervon noch ausgenommen.

 


Ab wann wird ein Preisaufschlag (Eintrittsgeld) erhoben?

Wir starten damit in 2018, da erst ab dann unsere Wälder eine erste, noch kleine, Wertsteigerung erfahren haben werden.

 

Gibt es eine jährliche Mitgliedsgebühr?

Nein. Eine jährliche Mitgliedsgebühr zur Deckung bestimmter Kosten, wie es beispielsweise die als Genossenschaft organisierte GLS Gemeinschaftsbank eingeführt hat, gibt es bei uns nicht.

 

Ist die Waldmenschen Genossenschaft gemeinnützig?

Nein. Wir erzielen zwar positive Effekte für die Gesellschaft, sind aber nicht steuerbefreit. Für flankierende gemeinnützige Projekte haben wir einen gemeinnützigen Verein in Hamburg gegründet.

 

Ist der Kauf eines Genossenschaftsanteils eine Kapitalanlage?

Ja. Es handelt sich um ein Sachwert-Investment. Mit dem Kauf von Genossenschaftsanteilen erwerbt ihr gemeinschaftlich Anteile an Grund und Boden sowie der Waldbestände der Genossenschaft, die uns allen gemeinsam gehört.

 

Sind die Genossenschaftsanteile verzinst?

Genossenschaftsanteile sind nicht wie eine Anleihe oder ein Darlehen fest verzinst, sondern stellen das Eigenkapital für die Gesellschaft, vergleichbar mit einer Aktie bei einer AG. Mit dem Wertzuwachs der Wälder gewinnt auch der Genossenschaftsanteil an Wert. Der Wertzuwachs wird über ein jährlich steigenden Preisaufschlag, das sogenannte Eintrittsgeld, abgebildet.

 

Gibt es Dividendenzahlungen?

Ja, allerdings erst ab einem späten Zeitpunkt, wenn wir Holz aus unseren eigenen Wäldern verkaufen. Da wir Dauerwälder pflanzen, gibt es dann regelmäßig Ausschüttungen – theoretisch unbegrenzt auf immer.

 

Mit welchem Wertzuwachs kann ich rechnen?

Wir kommunizieren einen erwarteten durchschnittlichen Wertzuwachs von 2-3,5% pro Jahr, der bei einem Verkauf der Anteile realisiert werden kann. Unser vom Genossenschaftsverband auch auf die Wirtschaftlichkeit geprüfte Geschäftsplan sieht eine ungefähr doppelt so hohe Rendite vor. Aufgrund der mit der Langfristigkeit verbundenen Unwägbarkeiten beabsichtigen wir jedoch, den Preisaufschlag durch das Eintrittsgeld auf die oben angegebenen 2-3,5% pro Jahr zu begrenzen. Wer seine Anteile langfristig hält, kann jedoch unter Umständen eine entsprechend höhere Renditen realisieren.

 

Wodurch entsteht der Wertzuwachs?

Unsere Haupteinnahmequelle ist der Verkauf von nativen Edelhölzern wie Mahagoni oder Rosenholz, in Einzelfällen auch von Teak aus bestehenden Plantagen, die wir in Generationenwälder transformieren. Auch ist wahrscheinlich, dass der Boden an Wert gewinnt; allerdings planen wir, unsere Flächen dauerhaft zu halten.

 

Erzielt die Genossenschaft Einnahmen aus dem Verkauf von CO2 Zertifikaten?

Nein, dies ist gegenwärtig nicht vorgesehen. So kommt die erzielte CO2 Einsparung voll unseren Mitgliedern zugute und wir vermeiden eine Doppelzählung.

 

Welche finanziellen Risiken sind mit einer Beteiligung an der Waldmenschen eG verbunden?

Wie bei allen unternehmerischen Beteiligungen ist auch bei einer Beteiligung an der Waldmenschen eG ein  Totalverlust möglich. Allerdings ist das Risiko eines Totalverlustes bei der Beteiligung an der Waldmenschen eG sehr gering, da dem Anteil Sachwerte (Boden, Forst) entgegenstehen. Solange die Genossenschaft noch klein ist, besteht das Risiko eines verminderten “asset buildings”, da unsere Fixkosten einen prozentual größeren Anteil ausmachen. Eine Nachschusspflicht im Falle eines Konkurses der Waldmenschen eG haben wir in unserer Satzung rechtlich verbindlich ausgeschlossen.

 

Welche Verwaltungskosten hat die Waldmenschen eG?

Wir arbeiten mit sehr schlanken Strukturen. Unsere Fixkosten im Gründungsjahr lagen bei weniger als 5.000€ im Monat für Team, Büro, Marketing & Kommunikation, Legals etc.

 

Haben alle Mitglieder die gleichen Rechte?

Nein. Wir unterscheiden zwischen ordentlichen und investiven Mitgliedern. Diese beiden Formen der Mitgliedschaft sind in ihren Rechten identisch.

 

Was ist der Unterschied zwischen ordentlichen und investiven Mitgliedern?

Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Mitglieder der Waldmenschen investive Mitglieder. Ihre Anteile sind rechtlich gleichwertig mit den Anteilen von ordentlichen Mitgliedern, haben jedoch kein Stimmrecht.

 

Warum gibt es die Differenzierung zwischen stimmberechtigten und nicht-stimmberechtigten Mitgliedern?

Wir möchten sicherstellen, dass die Waldmenschen Genossenschaft auch in 50 oder 100 Jahren ihre Mission nicht verliert. Aus diesem Grund vergeben wir Anteile mit Stimmrechten nur sehr selektiv. Hierzu zählen die Gründer der Genossenschaft, allen voran die Vorstandsmitglieder sowie der Aufsichtsrat, die selbst auch alle Anteile gezeichnet haben, sowie einige wenige ausgewählte Personen, die wir gezielt aufgrund ihrer Expertise oder Netzwerke mit dazugeholt haben. Wir planen, den Kreis der mit Stimmrechten ausgestatteten (ordentlichen) Mitglieder behutsam weiterzuentwickeln.

 

Welche Rechte habe ich als investives Mitglied?

Investive Mitglieder haben fast die gleichen Rechte wie ordentliche Mitglieder: Finanziell sind sie gleichgestellt; es gelten die gleichen Informations- und Teilnahmerechte wie das Recht zur Teilnahme und Rederecht auf der Generalversammlung. Abstimmungen auf der Generalversammlung ist jedoch dem Kreis der ordentlichen Mitglieder vorbehalten.

 

Warum habt ihr die Genossenschaft als Rechtsform gewählt?

Eine Genossenschaft ist eine in der Praxis besonders langlebige, durch den Genossenschaftsverband solide regulierte und vor allem auch transparente Rechtsform. Eine Genossenschaft ist – anders als die meisten Vereine – ein Wirtschaftsunternehmen, das operativ tätig ist und eigene Wälder bewirtschaften und eigenes Holz verkaufen kann. Und die Genossenschaft ermöglicht uns, über die Ausgabe neuer Anteile fortlaufend neue Mitglieder aufzunehmen, ohne – wie bei einer Aktiengesellschaft – jeweils neue Kapitalerhöhungen formal im Gesellschafterkreis beschließen zu müssen.

 

Muss ich zum Notar gehen, wenn ich einen Genossenschaftsanteil zeichne?

Nein. Wie auch beim Kauf von Aktien bei einer AG erfolgt der Erwerb von Genossenschaftsanteilen ohne notarielle Beurkundung. Die Genossenschaft ist gesetzlich verpflichtet, eine Mitgliederliste zu führen und sauber zu dokumentieren.

 

Bekomme ich eine Urkunde, wenn ich Anteile zeichne?

Ja, wir verschicken als PDF (oder auch in Print) eine Waldmeister Urkunde sowie den unterschriebenen Vorstandsbeschluss zur Anteilszeichnung.

 

Kann ich meine Anteile wieder verkaufen?

Ja. Wir bieten als Service die Vermittlung und Abwicklung des Verkaufs an. Es ist gleichermaßen möglich, Anteile selbst zu verkaufen, zu verschenken oder zu vererben. Auch ist eine Kündigung von Anteilen möglich. Diese werden dann von der Genossenschaft eingezogen und das gesetzlich geregelte Auseinandersetzungsguthaben überwiesen. Bitte beachte die Details in den folgenden FAQs.

 

Wie funktioniert der Verkauf von Anteilen über die Genossenschaft?

Der einfachste Weg des Verkaufs von Anteilen ist über den von uns fazilitierten Zweitmarkt. Die Vermittlung übernimmt dann die Genossenschaft, da wir wissen, wer Anteile kaufen möchte. Wir haben in unserer Satzung festgelegt, dass wir keine neuen Anteile herausgeben, solange es Mitglieder gibt, die Anteile verkaufen wollen. Damit stellen wir sicher, dass Angebot und Nachfrage tatsächlich zusammenfinden und der Preis auf dem Zweitmarkt näherungsweise dem entspricht, den ein Käufer zahlen würde, wenn er Anteile direkt von der Genossenschaft erwirbt. Für die Vermittlung erhebt die Genossenschaft eine geringe Verwaltungsgebühr.

 

Kann ich Anteile auch direkt an Dritte verkaufen?

Du kannst Anteile grundsätzlich an jede Person oder Organisation direkt verkaufen, zu von dir frei verhandelten Konditionen. Die Genossenschaft muss in diesem Fall über den geplanten Eigentümerwechsel informiert werden, um die Mitgliederliste entsprechend zu aktualisieren. Auch muss der Vorstand wie bei jeder Ausgabe von Geschäftsanteilen der Übertragung zustimmen.

 

Wie kann ich Anteile verschenken oder vererben?

Die Übertragung von Anteilen ist nicht kompliziert. Du musst lediglich die Genossenschaft von der Übertragung informieren. Rechtlich verbindlich ist die Übertragung mit der Bestätigung / Zustimmung durch den Vorstand. Werden Anteile an eine Erbengemeinschaft vererbt, muss diese bestimmen, wer die Anteile übertragen bekommen soll. Ansonsten gehen die Anteile wie bei einer Kündigung zurück an die Genossenschaft und die Erbengemeinschaft bekommt den gesetzlichen Regeln folgend das Auseinandersetzungsguthaben ausbezahlt.

 

Kann ich meine Mitgliedschaft an der Genossenschaft kündigen?

Ja. Wenn ich alle meine Anteile verkauft, verschenkt oder vererbt habe, erlöscht die Mitgliedschaft automatisch. Alternativ kann ich die Mitgliedschaft kündigen. In diesem Fall gehen die Anteile zurück an die Genossenschaft. Das ehemalige Mitglied bekommt dann ein Auseinandersetzungsguthaben.

 

Kann ich auch einzelne Anteile “kündigen”?

Ja. Es ist möglich, einzelne Anteile zu kündigen und an die Genossenschaft zurückzugeben. Die Mitgliedschaft in der Genossenschaft bleibt erhalten, solange das Mitglied mindestens einen Geschäftsanteil hält.

 

Wie wird das Auseinandersetzungsguthaben berechnet?

Das Auseinandersetzungsguthaben, das bei Einzug von Anteilen ausbezahlt wird, wird nach Maßgabe des Genossenschaftsgesetzes (§73) und der Satzung der Waldmenschengenossenschaft (§11) berechnet. Es orientiert sich am Bilanzgewinn des jeweils letzten Geschäftsjahres. In der Regel liegt das Guthaben deutlich unter dem realen Wert der Anteile, da es – etwas vereinfacht dargestellt – den Bestandswert der Wälder nicht einberechnet, sondern nur die bereits durch Holzverkauf realisierten Gewinne. Auch hat der Gesetzgeber geregelt, dass das Mitglied bei Rückgabe von Anteilen keinen Anspruch auf etwaige Rücklagen hat, die bei Waldinvestments einen signifikanten Umfang erreichen können. Der Gesetzgeber möchte durch diese Regelung die Genossenschaft vor Zahlungen schützen, die sie aufgrund fehlender Liquidität in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringen könnte. Es ist davon auszugehen, dass ein Verkauf von Anteilen auf dem Zweitmarkt einen höheren Erlös sicherstellt.

 

 

Kann ich Genossenschaftsanteile auf dem Zweitmarkt günstiger erwerben?

Da die Anteile im Wert identisch sind wie Anteile, die die Genossenschaft neu ausgibt und wir keine neuen Anteile ausgeben, solange ein Mitglied uns mitgeteilt hat, dass es Anteile verkaufen möchte, ist davon auszugehen, dass der Preisunterschied sehr gering ausfallen wird.

 

Wie ist die Governance-Struktur der Genossenschaft. Wer entscheidet über was? Wer wird von wem gewählt?

Diese Fragen sind in unserer Satzung geregelt. Das Tagesgeschäft führt der Vorstand der Genossenschaft. Alle Fragen von größerer Reichweite bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat bestimmt den Vorstand, die Generalversammlung wählt den Aufsichtsrat. In unserem Falle gilt die Einschränkung, dass investive Mitglieder auf der Generalversammlung zwar Rede- aber kein Stimmrecht haben.

 

Ist die Genossenschaft im Unternehmensregister eingetragen?

Ja. Wir sind im vom Amtsgericht Hamburg geführten Genossenschaftsregister unter der Nummer 1083 eingetragen. Die Informationen sind für alle unter www.unternehmensregister.de frei zugänglich.

 

Wer berät die Waldmenschen eG in (steuer-)rechtlichen Fragen?

Wir haben die Struktur der Waldmenschen eG eng mit André Leprince, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WLP in Hamburg entwickelt, der sich seit Jahren für Genossenschaften als eine gelungene Rechtsform für Sozialunternehmen einsetzt. Die Buchhaltung und Jahresabschlüsse machen wir über die auf Genossenschaften spezialisierte SOLITAX GmbH. Geprüft wird die Genossenschaft durch den Prüfungsverband der Deutschen Verkehrs-, Dienstleistungs- und Konsumgenossenschaften e.V. in Hamburg.

 

Was kostet ein Hektar Generationenwald?

Ein Hektar neu geschaffener Dauerwald kostet über den gesamten Zeitraum, bis er sich finanziell selbst trägt und Gewinne erwirtschaftet, circa 24.000€, inklusive der Verwaltungskosten der Genossenschaft. Die Angaben beruhen auf der langjährigen Erfahrung unseres Forstpartners vor Ort sowie einem im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts mit der Universität Wageningen ausgearbeiteten 100-Jahres-Businessplans.

 

Wie teilen sich die Kosten auf?

Wir rechnen mit ca 7.500€ für den Landkauf, 2.500€ für das Auspflanzen und Pflege im ersten Jahr, 10.000€ für die Pflege der Wälder in den ersten 20 Jahren (bis break-even) sowie ca 4.000€ Kosten der Waldmenschen Genossenschaft für die Mitglieder-Verwaltung, Marketing & Kommunikation, Vertrieb, Projektmanagement, Buchhaltung und Finanzcontrolling. Die Zahlen sind Näherungswerte, welche die im Forstbereich signifikanten Skaleneffekte (nach oben wie nach unten) ausklammern.

 

Was macht die Genossenschaft mit den Rücklagen für künftige Jahre?

Etwa die Hälfte der Gelder wird für Rückstellungen für künftige Ausgaben benötigt, die im Genossenschaftsanteil eingepreist sind. Diese werden teils am Kapitalmarkt angelegt, teils operative zur Vergrößerung unserer Waldflächen verwendet. In den ersten 3-4 Jahren werden weniger Rücklagen gebildet, da der Fixkostenanteil hier noch höher liegt. Die verschiedenen Faktoren werden in unserer Geschäftsplanung jährlich aktualisiert.

 

Wie gestaltet die Waldmenschen eG ihre operative Arbeit vor Ort?

Wir haben eine strategische Partnerschaft mit der Firma Futuro Forestal, dem ersten als B Corp zertifizierten Forstunternehmen in Panama, das das Konzept der Generationenwälder in über 20 Jahre langer Arbeit entwickelt hat. Die beiden Gründer, Andreas Eke und Iliana Armien, haben wir für den Waldmenschen Vorstand gewinnen können. Dies sichert uns den Zugang zu den bestgeeignetsten Flächen vor Ort sowie kurze Entscheidungswege.

 

Wieviel Wald hat die Waldmenschen eG bislang gepflanzt?

Die Waldmenschen eG ist seit November 2016 im Genossenschaftsregister eingetragen. Damit wir möglichst rasch eigene Wälder besitzen, übernehmen sukzessive wir eine 25ha große Teakplantage, die wir mittelfristig in einen Generationenwald umbauen. So wurde bereits auf 3-4 ha Rosenholz im Schatten der Teakbäume nachgepflanzt. Mit der Transaktion haben wir in Q2 2016 begonnen.

 

Welche Flächen wollt ihr aufforsten und bis wann?

Unsere Ziel ist, 1.000 Hektar Generationenwald bis zum Jahr 2022 gepflanzt und durchfinanziert zu haben. Dies entspricht 20.000 Genossenschaftsanteilen. Wir sprechen daher von der 20/22 Challenge.

 

Welche Art von Flächen bewirtschaften wir?

Wir suchen gezielt nach Flächen, die vor etlichen Jahrzehnten für die Rinderzucht abgeholzt wurden und die aufgrund der Landflucht Gefahr laufen zu verkommen. Vielfach sind diese Flächen für die Viehwirtschaft nicht mehr tragfähig, für native Werthölzer jedoch gut geeignet. In Einzelfällen übernehmen wir auch bestehende Plantagen, die wir in eine langfristig nachhaltige Form überführen, indem wir native Werthölzer in der zweiten und dritten Generation nachpflanzen, bevor die Plantagenhölzer geerntet und verkauft werden.

 

Arbeitet die Waldmenschen eG ausschließlich in Panama?

Wir orientieren uns an den Opportunitäten, die wir gemeinsam mit unserem strategischen Partner Futuro Forestal erschließen können. Panama ist aufgrund der außergewöhnlich hohen Artenvielfalt seiner (Rest-)Regenwälder und der hohen Investitionssicherheit ein idealer Standort. Wir prüfen jedoch auch Opportunitäten in weiteren Ländern Lateinamerikas für eine weitere Expansion und mögliche Diversifizierung der Standorte zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Was ist der Unterschied zwischen Waldmensch, Waldmeister und Waldwende?

Wir sind die Waldmenschen Genossenschaft. Unser Ziel ist es, den Trend eines fortwährenden Verlustes von Regenwaldflächen umzukehren, indem wir zeigen, dass es ökonomisch, sozial und ökologisch sinnvoll ist, tropische Mischwälder neu aufzuforsten. Wir nennen dies die Waldwende. Als Waldmeister bezeichnen wir unseren ersten einhundert Mitglieder. Sie sind die Pioniere innerhalb der Waldmenschen Genossenschaft.

 

Ich möchte mein Leben CO2-neutral stellen. Wieviele Anteile brauche ich hierfür?

Das hängt von deinem persönlichen Lebensstil ab. Wenn du bereits sehr ökologisch lebst, dürfte ein halber Hektar Wald ausreichen. Dies entspricht 10 Genossenschaftsanteilen. Der Wald auf dieser Fläche bindet ca 7 Tonnen pro Jahr CO2. Und dies jedes Jahr neu. Wer weniger klimabewusst lebt, dürfte mit einem Hektar Wald auf der sicheren Seite liegen. Dies entspricht 20 Genossenschaftsanteilen und ca 14 Tonnen CO2, die jährlich neu gebunden werden. Der Durchschnitt liegt derzeit bei knapp unter 10 Tonnen CO2 Ausstoss pro Person in Deutschland.

 

Ist die CO2 Kompensation über die Waldmenschen günstiger als über andere Anbieter wie myclimate oder atmosfair?

Wir behaupten ja, insbesondere wenn du die CO2 Einsparung auf lange Sicht betrachtest. Letztlich sind die Ansätze schwer vergleichbar. Ein eigenes Stück Wald kostet zwar ungefähr das 60-fache (!) einer einmaligen Spende an die führenden CO2 Offset-Programme, wenn du den CO2 Effekt für eine einzelne Jahresscheibe betrachtest. Aber der eigene Wald bindet die gleiche Menge CO2 jedes Jahr neu und ersetzt so alle Spenden, die künftig notwendig wären, um dein Leben auch in Zukunft über die klassischen Offset-Programme CO2 neutral zu stellen. Und vor allem: Bei den Waldmenschen bleibt dein eingesetztes Kapital im Kern erhalten oder gewinnt an Wert, während eine Spende immer verloren ist. Es ist daher auch eine Frage der Philosophie: Ablasszahlung oder unternehmerische Lösung des CO2 Problems. Wir stehen für letzteres.

 

Wie kann ich als Unternehmen eine Waldmenschen Mitgliedschaft für mich nutzen?

Wir möchten gezielt Unternehmen als Partner der Waldmenschen eG gewinnen und bieten hierfür vielfältige Möglichkeiten, die Mitgliedschaft als Corporate Social Responsibility Projekt zu gestalten. So können Flächen von Betriebsstätten, Büros oder Grundflächen der verkauften Produkte als Generationenwald “gespiegelt” werden. Ein Anteil entspricht ca 500m2 Fläche. Auch bieten sich vielfältige Möglichkeiten der CO2 Kompensation. Nicht über eine Spende an ein CO2-OffsetProgramm, sondern in Form eines Investments in tropische Dauerwälder, die jährlich ca 14 Tonnen CO2 pro Hektar binden, jedes Jahr neu.

 

Die Waldmenschen zeigen, wie eine andere Art des Wirtschaftens möglich ist. Was ist hiermit gemeint?

Wir zeigen auf, welche gigantischen Herausforderungen die Menschheit unternehmerisch lösen kann, wenn man nur einmal den Planungshorizont von 3 Monaten (Quartalsberichtspflicht börsennotierter Unternehmen) oder 5-7 Jahre (Laufzeit der Mehrheit der Investmentangebote am Kapitalmarkt) auf 30, 60 oder 100 Jahre hochschraubt. Unsere Wälder haben einen Wertzuwachs, der mit vielen anderen Anlagemöglichkeiten mithalten kann. Aber dieser Wertzuwachs wird teils erst sehr zeitverzögert realisiert. Wer werteorientiert investiert (im doppelten Sinne des Wortes “Werte”) ist bei uns richtig. Wer am Kapitalmarkt zocken möchte, liegt bei uns falsch.

 

Für welche Kapitalanleger sind die Waldmenschen Anteile geeignet?

Wir empfehlen den Kauf von Waldmenschen Genossenschaftsanteilen als grüne Geldanlage für alle, die eine doppelte Dividende aus ökologischer Wirkung und einem langfristigen Vermögenszuwachs oder auch Transfer von Vermögen an die nächste Generation suchen. Als Geldanlage sind Waldmenschen Genossenschaftsanteile interessant für alle, die einen Teil ihres Portfolios mit ruhiger Hand verwalten wollen anstatt täglich Börsenkurse und Wirtschaftstrends zu analysieren. Wälder sind weitgehend entkoppelt von den Turbulenzen der Kapitalmärkte. Auch haben sie einen langen Atem. Sollten die Holzpreise zu einem Zeitpunkt aufgrund eines Überangebots niedrig sein, haben wir (im Gegensatz zu zeitlich eng durchgetakteten Plantagenhölzern) die Möglichkeit, die Bäume länger wachsen zu lassen. Oftmals ist der Zuwachs ohnehin in diesen späten Jahren am größten. So wie es “slow food”, “slow travel” und “slow fashion” gibt, stehen wir für “slow finance”. Die Langatmigkeit schließt dabei keineswegs aus, Anteile vorzeitig zu verkaufen. Denn für den Verkauf eines Anteils muss kein Baum gefällt werden.

 

Woran sehe ich, dass der Geschäftsplan konservativ gerechnet wurde?

Wir haben im Businessplan auf vieles verzichtet, was die Renditen auf dem Papier massiv nach oben drücken würde. So gehen wir von konstanten Holz- und Bodenpreisen aus. Wir möchten zeigen, dass unser Geschäftsmodell nicht von steigenden Preisen abhängig ist, auch wenn der Trend der letzten 20 Jahre eindeutig gezeigt hat, dass sowohl tropische Hölzer als insbesondere auch die Bodenpreise im langfristigen Trend signifikant gestiegen sind. Auch haben wir im Finanzmodell Inflation ausgeklammert. Vielleicht auf den ersten Blick überraschend. Denn hätten wir steigende Preise simuliert, würde die errechnete Rendite signifikant steigen, weil wir den größten Kostenanteil in den Anfangsjahren haben (noch ohne Inflation) und die meisten Erträge stark zeitversetzt erzielen, bei durch die Inflation nach oben getriebenen Preisen.

 

Wie stark beeinträchtigen Währungsrisiken das Geschäftsmodell der Waldmenschen eG?

In Panama ist der USD Dollar gesetzliches Zahlungsmittel. Wir haben daher ein Währungsrisiko, das wir als geringer einstufen, als wenn wir mit einer seltenen lokalen Währung arbeiten würden. Unsere Einnahmen werden wir mehrheitlich auf internationalen Märkten erzielen, da wir unsere Werthölzer bevorzugt im europäischen Markt verkaufen möchten, auch in Euro.

Wie stark ist das Risiko von Schädlingen, Zyklonen und anderen Naturereignissen in Panama?

Unsere Forstflächen liegen außerhalb der tropischen Wirbelsturmzone. Sturmschäden und lokale Windhosen sind dennoch eine Gefahr, die jedoch in aller Regel sehr kleinteilig Schäden errichten, keine zusammenhängenden Waldflächen gefährden. Schädlinge sind bei unserem Mischwaldkonzept eine deutlich geringere Gefahr als bei Monokulturen. Auch sind die von uns präferierten nativen Baumarten gut an die lokalen Boden- und Klimaverhältnisse angepasst und in aller Regel auch robuster gegenüber Klimaschwankungen als nicht heimische Arten.

 

Gibt es einen Markt für seltene tropische Hölzer wie Rosenholz (Cocobolo), amerikanisches Mahagoni (Caoba) oder Goldzeder (Amarillo)?

Es handelt sich um Nichenmärkte. Wir kennen weltweit keinen Anbieter, der zum Beispiel das langsam wachsende, sehr wertvolle Rosenholz selbst kultiviert. Die Hölzer werden bislang nahezu ausschließlich aus Naturwaldbewirtschaftung gewonnen, die den Bestand langfristig gefährden. Wir gehen in unserer Finanzplanung davon aus, dass native Arten ähnliche Preise erzielen werden wie andere, häufig gehandelte Arten, wie Teak. Auch glauben wir, dass die Rückverfolgbarkeit der Hölzer, die wir bieten, künftig immer wichtiger werden wird, was sich im Preis mittelfristig niederschlägt.

 

Was versteht ihr unter eurem Leitbild des Generationenwaldes?

Hierunter verstehen wir von Menschenhand geschaffene, forstwirtschaftlich genutzte tropische Mischwälder, in denen Bäume mehrerer Altersstufen (“Generationen”) ko-existieren, so dass bei der Holzernte bereits die nächste Generation von Bäumen nachgezogen ist. So entsteht ein tropischer Dauerwald, der Boden, Wasserhaushalt und Artenvielfalt regeneriert. Dadurch dass wir unterschiedlich schnell wachsende Baumarten mischen, ist der Erntezeitpunkt der einzelnen Baumreihen unterschiedlich, was die Generationenvielfalt weiter erhöht.

 

Ist ein Generationenwald eine Nachbildung eines Naturwaldes?

Der Generationenwald ähnelt in vielerlei Hinsicht einem Naturwald. Er ist mehrheitlich oder ganz mit nativen Arten bestückt und übernimmt die gleichen ökologischen Funktionen (Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Wasserspeicher, Humusbildung etc), unterscheidet sich aber darin, dass wir – in Abgrenzung zu Naturwäldern – eine drastisch höhere Dichte von Werthölzern pflanzen und den Wald forstwirtschaftlich pflegen. So steht auf einem Hektar Generationenwald – je nach Stand der Durchforstung – zwischen 500 und 1100 Edelhölzer. In einem Naturwald ist oftmals nur ein oder zwei Bäume pro Hektar, die als marktfähiges Edelholz einzustufen sind.

 

Pflanzt ihr ausschließlich heimische Arten?

Im Grundsatz ja. Unser Alleinstellungsmerkmal ist das weitreichende forstwirtschaftliche Know How zu heimischen Edelholzarten wie Caoba (amerikanisches Mahagoni), Amarillo (Goldzeder), Cocobolo (Rosenholz), Zapatero (Bully Tree), Cedro Real (Spanische Zeder), Nispero (Balatababaum), Palisanderholzbaum sowie etliche Arten, die bislang keine englische oder deutsche Namensbezeichnung haben wie Cedro macho, Almendro, Roble de Sabana, Cedro espino, Quiro oder Cedro Maria. Wir behalten uns die Möglichkeit vor, bestehende Plantagen, die zu nahezu 100% nicht mit heimischen Arten bestückt sind, zu übernehmen und sukzessive in einen Generationenwald zu überführen, der mit heimischen Werthölzern zu überführen. In diesem Kontext kann es nach dem “best-use”-Prinzip in Einzelfällen sinnvoll sein, einzelne Flächen mit tropischen Arten wie Teak nachzupflanzen. Dies ist aber nicht die Regel.

 

Sind ökologische Schutzzonen vorgesehen?

Ja. Auch wenn unser Generationenwald selbst bereits weitreichende ökologische Schutzfunktionen übernimmt, schaffen wir zusätzlich Flächen, die wir als Schutzfläche einer natürlichen Regenerierung überlassen, so dass hier ein sekundärer Naturwald entsteht. Dies ist insbesondere an sensiblen Stellen wie Flussläufen sinnvoll oder an Stellen, die für eine Biotopvernetzung relevant sind. Auch prüfen wir, inwieweit wir bestehende, vielfach degradierte, Sekundärwälder, durch native Werthölzer nachverdichten und so in eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Nutzungsform überführen können, die einen dauerhaften Erhalt der Flächen sichert.

 

Ist das Konzept des Generationenwalds neu?

Ja. Das Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft wurde in Deutschland schon vor mehr als 200 Jahren fest etabliert, in den Tropen ist es dennoch weitgehend unbekannt. Es werden dort keine Wälder sondern Holzplantagen gepflanzt, die nach einem bestimmten Zeitpunkt vollständig abgeerntet werden. Bei Akazien liegt die Umtriebszeit teils bei nur 7 Jahren, bei Eukalyptus in der Regel nach 15 Jahren der Fall, bei Teak als dem wichtigsten tropischen Wertholz zwischen 20 und 25 Jahren. Mit dem Kahlschlag gehen die ökologischen Funktionen, soweit die Plantage welche erfüllten, verloren. Die Böden werden durch die Monokultur ausgelaugt und sind meist nach 2-3 Zyklen nicht mehr tragfähig.

 

Kann ein Generationenwald verlorene Artenvielfalt zurückgewinnen?

Ja. Diese Frage war Teil einer umfangreichen wissenschaftlichen Studie, die 2015/2016 angefertigt wurde und Teak-Plantagen und Generationenwälder im Hinblick auf ihre ökologische Wirkung vergleicht. Mehr Informationen hierzu gibt es auf unserer Seite “Transparenz”.

 

Ist der Kauf von Land in Panama durch eine deutsche Genossenschaft nicht “land grapping”?

Nein. Wir kaufen keine Flächen, die lokale Gemeinden aktiv nutzen oder an denen – wie in den indianischen Schutzgebieten – traditionelle Gewohnheitsrechte bestehen. Wir kaufen vorrangig Flächen, die vor mehreren Jahrzehnten für die Rinderzucht gerodet wurden, aber aufgrund der sinkenden Tragfähigkeit der Böden Gefahr laufen, mittelfristig zu verkommen. Es handelt sich in aller Regel um Flächen, die verkauft werden, weil die Besitzer sie nicht mehr ökonomisch bewirtschaften können (und viele der Landarbeiter längst in die Stadt gezogen sind, wo aufgrund des hohen Wirtschaftswachstums Jobs nachgefragt werden). In Einzelfällen kaufen wir auch bestehende mit Hölzern bestückte Plantagen, die wir in einen Generationenwald transformieren.

 

Warum pachten wir das Land nicht einfach?

Die Pacht von Flächen ist nicht ausgeschlossen. Aufgrund der Langfristigkeit unseres Vorhabens ist jedoch in aller Regel der Kauf von Flächen die sinnvollere Alternative. Wir erarbeiten zudem gemeinsam mit unserem lokalen Forstpartner Konzepte, bei denen wir mit Dritten kooperieren, die auf ihrem eigenen Land Generationenwälder schaffen. Dies können beispielsweise indianische Gemeinden oder Viehzüchter sein. Wie wir als Waldmenschen dies sinnvoll unterstützen können, ist noch zu klären.

 

Was ist die Alianza por un millón?

Die Waldmenschen eG war die erste ausländische Organisation, die die 2016 gestartete “Allianz für eine Million Hektar” unterzeichnet hat. Hierbei handelt es sich um eine Allianz führender Umwelt NGOs, der Handelskammer und der Regierung Panamas, die sicherstellen möchte, dass in den kommenden 20 Jahren mindestens eine Million Hektar Wald in Panama wieder aufgeforstet wird. Die Allianz ist ein Baustein der weltweiten “Bonn Challenge”, eine Initiative, die das Ziel der Aufforstung von 150 Millionen Hektar Land weltweit propagiert. Wir möchten im kleinen Rahmen zeigen, wie das im großen Rahmen zu schaffen ist.

 

Stehen unsere Wälder in Konkurrenz zu Nahrungsmittelproduktion?

Nein. Wir pflanzen Wälder dort, wo die Viehwirtschaft in aller Regel ökonomisch nicht mehr oder auf absehbare Zeit nicht mehr tragfähig ist. Viele Weideflächen werden frei, weil sie sich ökonomisch nicht mehr rechnen. Es gibt daher in Panama (und in den Tropen grundsätzlich) sehr große Flächen mittlerer Bodenqualität, die für Agrarwirtschaft gar nicht und für die Viehwirtschaft kaum noch geeignet sind, auf denen jedoch heimische Baumarten gut wachsen.

 

Profitiert die Waldmenschen eG von steigenden Bodenpreisen?

Im Prinzip ja. Es gibt auch in Panama einen Trend hin zu steigenden Bodenpreisen. Wir gehen davon aus, dass auch unser Land im Zeitverlauf wertvoller wird. Allerdings beabsichtigen wir nicht, unsere Flächen wieder zu verkaufen, da wir sie dauerhaft bewirtschaften wollen. In unserem Geschäftsplan haben wir daher die Preise als konstant angenommen.

 

Ich möchte das Projekt vor Ort besuchen. Kann ich das machen?

Gerne! Wir freuen uns über jeden Gast vor Ort und insbesondere über Fotos, Filme, Blogs, Interviews, die helfen, die räumliche Distanz zwischen unserer Hamburger Zentrale und den Flächen vor Ort für uns Waldmenschen zu überbrücken. Eine Absprache mit unserem lokalen Forstteam und der Berücksichtigung eventueller Kapazitätsbeschränkungen vorausgesetzt.

 

Ich möchte aktives Mitglied sein. Wie kann ich mich engagieren?

Wir freuen uns über jedes Engagement, das dazu führt, dass sich möglichst viele Menschen der Waldmenschen Bewegung anschließen. Ob aktive Teilhabe an unseren Social Media Kanälen, der jährlichen Generalversammlung oder ein Projektbesuch vor Ort. Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Kontaktiere uns für weiterführende Ideen und Vorschläge!

 

Ich möchte Mitglieder werben. Gibt es ein Unterstützungsangebot hierfür?

Ja, wir freuen uns über jede persönliche Weiterempfehlung! Gerne stellen wir Flyer zur Verfügung oder klären die Möglichkeiten, die Waldmenschen in einem besonderen Rahmen (Events, Kampagnen etc) bekannt zu machen, in einem persönlichen Gespräch.

 

Ich möchte Waldmenschen Vertrieb professionell betreiben. Welche Möglichkeiten gibt es?

Wir arbeiten mit ausgewählten Finanzdienstleistern, die zu uns passen und über eine entsprechende Zulassung als Finanzberater verfügen. Bei Interesse, bitte melden bei: andreas.renner@waldmenschen.de

 

Ich möchte für die Waldmenschen arbeiten. Gibt es offene Jobs?

Wir freuen uns über jede Form der pro bono Unterstützung. Offene Jobs posten wir auf unserer Webseite bzw. Facebook Seite.